iOS 12 bringt neue Sicherheits- und Datenschutzfunktionen

Apple hat im Juni an der World Wide Developer Conference (WWDC) das iOS 12 vorgestellt. Diese neue Version des Betriebssystems für iPhones und iPads bringt zahlreiche Neuerungen, von Memojis über Gruppen-Chat und Schlafmodus bis hin zu Shortcuts für Siri. Die Performance wurde ebenfalls verbessert, vor allem für die älteren Modelle. Ein bisschen weniger Aufmerksamkeit erregten die neuen Sicherheits-und Datenschutzfunktionen. In diesem Beitrag möchten wir dir zeigen, was sich bei Apple in dieser Hinsicht alles getan hat und du mit dem iOS 12 kriegst.

Hallo Siri

1. Datenschutz

Bereits seit dem iOS 10 besteht die Möglichkeit, Adblocker in allen möglichen Varianten zu benutzen. Neu kommt ab iOS 12 im Apple-eigenen Browser Safari die erweiterte «Intelligent Tracking Prevention» zum Einsatz. Diese blockiert die Buttons «Gefällt mir», «Teilen» und ähnliche. Diese haben nämlich den Effekt, dass personalisierte Daten des Users an Social Media weitergegeben werden. Und dies ist seit dem 25. Mai nicht mehr so ohne weiteres erlaubt. Zu diesem Zeitpunkt ist nämlich die Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) in der EU in Kraft getreten. Diese fordert, dass keine personalisierte Daten ohne die ausdrückliche Zustimmung des Users weitergegeben werden dürfen. Apple umgeht etwaige Rechtsstreitigkeiten anscheinend, indem derartige Daten Weitergaben im vornherein unterbunden werden. Außerdem werden unter Safari auch Website-Widgets gemeldet bzw. blockiert, wenn diese versuchen, den Besucher zu tracken.

Ein interessantes Detail, dass erst wenige bemerkt haben: Man kann eine Einstellung vornehmen, dass der Zugriff von USB Accessoires blockiert wird, nachdem das iPhone länger als 1 Stunde entsperrt ist. Damit erhofft man sich anscheinend eine Abwehr von sogenannten Brute-Force-Attacken. Denn Hacker versuchen ein gestohlenes Smartphone zu knacken, indem sie bestimmte Geräte über USB anschließen, mit welchen sie das Passwort erraten können.

2. Sicherheit

Mit dem iOS 12 implementiert Apple eine ganze Reihe von Features, die mit dem Passwort im Zusammenhang stehen:

  • Auto-fill für 2-Faktor-Authenfizierung. Jeder kennt das: man muss bei bestimmten Plattformen und Apps für den Login nicht nur ein Passwort eingeben oder einen Fingerprint liefern muss, sondern kriegt zusätzlich noch eine SMS mit einem Zahlencode. Es ist lästig, wenn man diesen Zahlencode dann auch noch in ein Formularfeld eintippen muss. Hier schafft das iOS 12 Abhilfe: ab sofort erscheint dieser Zahlencode im Eingabefeld als Autofill Vorschlag.
  • In Safari und in den iOS Apps bietet iOS 12 neu Funktionen, um automatisch sichere Passwörter zu generieren, in den Autofill-Speicher zu laden und in iCloud Keychain zu sichern.
  • Passwort-Sharing: Passwörter kann man neu zwischen verschiedenen iOS Geräten und Macs oder Apple TV bequem austauschen.
  • iOS 12 integriert diese Autofill-Funktionen auch in Drittsoftware wie zum Beispiel den Apps 1Password und LastPass. Damit wird es noch bequemer und sicherer, mit Passwörtern zu arbeiten. In diesen Apps gespeicherte Passwörter werden also automatisch als Autofill Vorschläge angezeigt, wenn man mit Safari surft oder in eine iOS App einloggen will.
  • Ein unschätzbarer Vorteil liegt darin, dass die Passwörter alle an einem zentralen Ort, in der iCloud Keychain, gespeichert werden und von dort mit allen iOS und OS Geräten synchronisiert werden können.

Ein weiteres, wenn auch unauffälliges Detail: neu kann man bei FaceID auch mehrere Gesichter registrieren. Dies macht es möglich, dass iPhone X oder andere Geräte mit FaceID zusammen mit anderen Personen zu nutzen.

In Zukunft interessant dürfte es auch sein, dass Siri die Passwörter ebenfalls kennt. Ein User, der sich entsprechend autorisiert hat, darf Siri nach dem Passwort für eine Anwendung fragen. Siri wird dann in der iCloud Keychain das richtige Passwort nachschlagen und dem User mitteilen.

Ganz nebenbei ist noch anzumerken, dass ähnliche Maßnahmen auch für den Mac getroffen werden. Das kommende macOS 10.14 «Mojave» wird es unmöglich machen, anhand verschiedener Merkmale von Gerät, Betriebssystem Benutzer Software eine eindeutige Kennung zu konstruieren (sogenanntes «Fingerprinting»), um damit den Benutzer auch ohne Cookies eindeutig identifizieren zu können. Es versteht sich von selbst, dass auch der Mac mit der iCloud Keychain genauso kompetent umgehen können wird wie das iPhone.

Hinweis: Bitte erstellen Sie vor dem Upgrade eine Sicherungskopie. Wenn Sie während der Aktualisierung Probleme haben, verwenden Sie bitte Tenorshare ReiBoot, um sie zu reparieren.

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/ von Barbara Wagner in iOS 12 geschrieben. Folge @Barbara Wagner